Die Tumeszenz Flüssigkeit
Bei nahezu jeder Fettabsaugungsmethode wird dem Patienten vorab die so genannte Tumeszenz- Flüssigkeit injiziert. Diese besteht aus einem körperähnlichen Wasser- Salz- Gemisch, einem Lokalanästhetikum und dem Hormon Adrenalin. Durch das Einspritzen dieser Lösung in die zu behandelnden Körperbereiche wird das Fett aufgeweicht.
Das Operationsfeld wird betäubt und die bindegewebsartige Struktur unter der Haut spannt sich aufgrund der vielen Flüssigkeit an. Die Verletzungsgefahr dieses Gewebes wird während des Eingriffs somit deutlich verringert. Das Adrenalin in der Tumeszenz- Flüssigkeit dient der Verengung der Gefäße. Dadurch kann das Risiko von Blutungen ebenfalls deutlich verkleinert werden. Die Flüssigkeit wird direkt unter die Haut gespritzt. Dieser Vorgang wird von den meisten Patienten nicht als schmerzhaft, sondern nur als „seltsames Gefühl“ beschrieben.
Nachdem der Anästhesist die Tumeszenz- Flüssigkeit injiziert hat, bedarf es einer Einwirkungszeit von circa dreißig bis sechzig Minuten. Anschließend kann der plastisch- ästhetische Chirurg mit seiner Arbeit beginnen.

