Die klassische Methode
Bei der klassischen Liposuktion können in einer Sitzung insgesamt 0,5 bis drei Liter Fett abgesaugt werden. Sie wird in Vollnarkose durchgeführt. Im Gegensatz zu anderen Methoden, wird hier keine Flüssigkeit zum Verdünnen des Fettes injiziert. Daher wird diese Technik auch als trockene Technik bezeichnet. Bei Anwendung dieser Technik, muss der Chirurg einen höheren Unterdruck anwenden, damit das Fett herausgelöst werden kann. Der Unterdruck wird durch die Absaugkanülen hervorgerufen, indem der Chirurg die typische Auf- und Ab- Bewegung mit der Hand ausübt. Durch diese ruckartige Bewegung können Blutgefäße verletzt werden. Im schlimmsten Fall kann sich dann ein Fettpartikel in die Blutbahn begeben und eine Fettembolie hervorrufen. Außerdem können bei dieser Operationsmethode Gewebeschädigungen, Unebenheiten der Haut oder ein höherer Blutverlust auftreten. Aufgrund des hohen Verletzungsrisikos, wurde diese Methode längst von einigen schonenderen Operationstechniken überholt. Zu diesen Methoden gehören unter anderem die Vibrationsliposuktion, die Ultraschall- Liposuktion oder die Liposuktion in Tumeszenz- Lokalanästhesie. Die klassische Liposuktion gilt mittlerweile längst als überholt und wird daher nur noch sehr selten angewendet.

