06.02.2012

Eigenfettunterspritzung - die sanfte Methode

Bei der Eigenfettunterspritzung wird dem Patienten unter lokaler Betäubung körpereigenes Fett entnommen. Dieses wird genutzt, um Falten, Narben oder andere Gewebedefekte auszugleichen. Im Vergleich zu anderen Methoden sind bei der Eigenfettunterspritzung kaum Nebenwirkungen zu erwarten, da der Körper das injizierte Fett nicht abstößt. Vor allem im Gesichtsbereich lassen sich damit langfristig anhaltende und ästhetisch ansprechende Ergebnisse erzielen.
In den letzten Jahren konnte das Verfahren durch Fortschritte in der Lokalanästhetik und durch die Verwendung immer feinerer Kanülen stetig verbessert werden.

Anwendungsgebiete der Eigenfettunterspritzung sind:

das Auffüllen von Falten und Narben
die Behandlung von Gewebedefekten
Gesichtsstraffung
Korrektur von starker Cellulite nach erfolgter Fettabaugung (Liposuktion)

Für eine großflächige Anwendung (zum Beispiel zur Brustvergrößerung) ist eine Eigenfettbehandlung jedoch nicht geeignet.

Ablauf der Behandlung:

Zunächst wird dem Patienten im Bauchbereich, an den Hüften oder an den Oberschenkeln unter lokaler Betäubung körpereigenes Fett entnommen. Dies kann entweder eigens für die Behandlung entnommen werden, oder es wird Fett genutzt, das bei einer Liposuktion abfällt.

Anschließend wird das Fett gereinigt und aufbereitet. Diese Prozedur dauert in der Regel etwa eine Stunde, danach kann es direkt verwendet werden. Teile des entnommenen Materials können auch eingefroren werden, um spätere Nachbehandlungen und weitere Korrekturen zu vereinfachen. Mittels sehr dünner Kanülen wird das aufbereitete Fett nach einem speziellen Muster (nach Coleman) an den betroffenen Stellen unter die Haut injiziert. Auch in diesem Fall reicht eine örtliche Betäubung aus. Diese Prozedur wird im Abstand von einigen Monaten zwei- bis dreimal wiederholt.

Risiken und Nebenwirkungen:

Da körpereigenes Fett vom eigenen Organismus nicht abgestoßen wird, sind keine gravierenden Nebenwirkungen zu erwarten. Es sind weder allergische Reaktionen, Knotenbildungen oder andere Fremdkörperreaktionen zu befürchten.
Lediglich leichte Blutergüsse und Schwellungen durch den Eingriff können vorkommen, die in der Regel innerhalb weniger Tage abklingen. Deshalb ist die Eigenfettbehandlung anderen Verfahren wie der Collagen- oder Hyaluronsäurebehandlung vorzuziehen.